Druckvorlagen

Mittwoch, den 22.11.2017

Druckvorlagen in Datenform müssen bestimmten Kriterien entsprechen, damit sie in der weiteren Verarbeitung keine Probleme und damit Mehrkosten für Sie verursachen.

1.) Das richtige Programm:

Niemand käme auf die Idee eine Schraube mit einem Zahnstocher in die Wand zu schrauben, es ist einfach das falsche Werkzeug. So verhält es sich auch mit den verschiedenen Programmen. Nicht alle sind für Druckvorlagen geeignet.

Beispiele für Programme, die für Druckvorlagen geeignet sind:
Adobe InDesign, Adobe PageMaker, Adobe Illustrator, Macromedia Freehand, Corel Draw und QuarkXpress.

Wenn Sie eines dieser Programme verwenden, haben Sie auf jeden Fall das richtige Werkzeug zur Hand.

Beispiele für Programme, die nur bedingt für Druckvorlagen geeignet sind:
Adobe Photoshop, Corel PhotoPaint, Microsoft Word, Microsoft Excel, Microsoft PowerPoint, Microsoft Publisher, OpenOffice Serie, sowie Programme, die in der Druckbranche in der Regel nicht verwendet werden. Wenn Sie eines dieser Programme verwenden, können Probleme bei der weiteren Verarbeitung in der Druckerei entstehen. Bitte sprechen Sie in dem Fall mit uns zuvor über Ihr Druckprojekt, um zu klären, ob Probleme entstehen werden.

2.) Fotos und Grafiken:

Auch hier kann man schon sehr viel im Ansatz falsch machen. Ein Bild, das auf dem Monitor gut aussieht, muss nicht unbedingt auch für den Druck geeignet sein.
Es gibt 3 verschiedene Grafiktypen: Farbfoto, Schwarz/Weiß-Foto (Graustufe) und Strichzeichnung (Bitmap). Farbbilder und Graustufenbilder müssen mindestens eine Auflösung von 150 DPI in der verwendeten Größe in der Satzdatei haben um im späteren Druck nicht pixelig zu wirken. Besser sind 300 DPI. Bei Strichzeichnungen sollten es mindestens 1200 DPI sein, besser 2400 DPI.

Grundsätzlich gilt, die Auflösung sollte im Zweifelsfall höher gewählt werden.
Eine Reduzierung ist in der Produktion jederzeit möglich. Eine zu geringe Auflösung lässt sich im Nachhinein jedoch nicht mehr verbessern.

2.1.) Scannen:

Die richtige Wahl des Grafiktyps, siehe Punkt 2, ist für den Scanvorgang unerlässlich.
Für die Abspeicherung des Scans gibt es nur wenige wirklich taugliche Dateiformate für die Druckverarbeitung.

Beispiele für Dateiformate die Probleme verursachen können: JPG, GIF, BMP, PNG und PCX

Beispiele für Dateiformate die geeignet sind: TIF und EPS

Wenn Sie ein Farbfoto einscannen möchten, dann ist ihr Scanner im Normalfall schon darauf eingestellt. Die Auflösung sollte nicht unter 150 DPI liegen. Wenn Sie das Foto später vergrößern wollen, dann sollten Sie die Auflösung für den Scanvorgang mindestens um den Faktor, der späteren Vergrößerung erhöhen. Soll das Foto auch für den Druck farbig bleiben, dann müssen Sie nach dem Scanvorgang unbedingt das Farbformat von RGB auf CMYK ändern.
Für die Abspeicherung des Scans im CMYK-Farbformat ist nicht jedes Dateiformat geeignet.
TIF und EPS sind die beiden Formate, die eine problemlose Weiterverwendung sicherstellen.

Wenn Sie ein Schwarz/Weiß-Foto einscannen möchten, achten Sie bitte unbedingt darauf den Scanner vorher von Farbfoto auf Graustufenscan umzustellen oder spätestens nach dem Scanvorgang das Bild von RGB auf Graustufe umzuwandeln. Die Auflösung sollte nicht unter 150 DPI liegen. Wenn Sie das Foto später vergrößern wollen, dann sollten Sie die Auflösung für den Scanvorgang mindestens um den Faktor, der späteren Vergrößerung erhöhen. Für die Abspeicherung des Scans verwenden Sie bitte das TIF Dateiformat.

Wenn Sie eine Strichzeichnung einscannen möchten, achten Sie bitte unbedingt darauf, den Scanner vor dem Scan von Farbfoto auf Bitmap/Strichzeichnung umzustellen.
Die Auflösung sollte nicht unter 1200 DPI liegen. Wenn Sie den Scan später vergrößern wollen, dann sollten Sie die Auflösung für den Scanvorgang mindestens um den Faktor, der späteren Vergrößerung erhöhen. Für die Abspeicherung des Scans verwenden Sie bitte das TIF Dateiformat.

2.2.) Fotos von einer Digitalkamera:

Soll das Foto auch für den Druck farbig bleiben, dann müssen Sie unbedingt das Farbformat von RGB auf CMYK ändern.
Für die Abspeicherung des Fotos im CMYK-Farbformat ist nicht jedes Dateiformat geeignet.
TIF und EPS sind die beiden Formate, die eine problemlose Weiterverwendung sicherstellen.

Digitalkameras haben verschiedene Auflösungen und die gemachten Bilder sind nicht für jede beliebige Druckgröße geeignet. Folgende Tabelle soll Ihnen Richtwerte geben, um auf jeden Fall eine optimale Druckqualität zu erhalten. Je nach Motiv ist eine gute Qualität auch mit einer etwas geringeren Auflösung möglich. Vor allem bei den größeren Formaten ist der Blickabstand im Allgemeinen größer und eine hoch detailierte Auflösung für den Druck nicht notwendig.

Bildgröße im Druck Auflösung der Kamera für beste Qualität
DIN A6 (14,8 x 10,5 cm) mindestens 2 Megapixel
DIN A5 (21 x 14,8 cm) mindestens 3,5 Megapixel
DIN A4 (29,7 x 21 cm) mindestens 8 Megapixel
DIN A3 (42 x 29,7 cm) mindestens 12,5 Megapixel
DIN A2 (59,4 x 42 cm) mindestens 18 Megapixel

3.) Datenabgabe bei der Druckerei:

Im Idealfall stellen Sie der Druckerei PDF-Dateien, die aus dem Satzprogramm erzeugt wurden, zur Verfügung. Für die Erzeugung einer PDF-Datei sind allerdings ein paar Vorgaben zu beachten.
Die meisten PDF Erzeugungsprogramme bieten eine Datenreduzierung für verschiedene Anwendungsgebiete an, die sich jedoch von Programm zu Programm unterscheiden können. Von daher können wir an dieser Stelle nur die wichtigen Punkte erwähnen. Für den Druck wird grundsätzlich immer die beste Variante benötigt, da hier die Ansprüche am höchsten sind.
Bitte achten Sie also drauf, dass keine Auflösungsreduzierung der Bilder eingestellt ist.
Als Komprimierungsverfahren sollte für Farb- und Graustufenbilder ZIP eingestellt sein.
Bei Bitmap-Bildern ist CCITT Group 4 die richtige Wahl. Die erzeugte PDF-Version sollte 1.4, 1.5 oder 1.6 entsprechen.
Bei niedrigeren oder höheren Versionen können unvorhersehbare Probleme entstehen.
Eine Normierung der PDF Daten auf Basis von PDF/X ist nicht zwingend notwendig.
Als Randanschnitt benötigen wir 2mm oder 3mm mit angelegten Schnittzeichen.
Sonstige drucktechnische Markierungen sind für uns unnötig und zumeist eher hinderlich. Sollte die PDF-Datei mehrere Seiten umfassen, dann benötigen wir Einzelseiten. Doppelseiten sind meistens problematisch für den weiteren Produktionsablauf.

4.) Ist die Verwirrung nun komplett?

Wenn Sie sich bei der Datenerstellung unsicher sind oder auf Probleme stoßen, dann rufen Sie uns bitte an oder kommen ggf. in der Druckerei vorbei. Zusammen können wir sicher eine Lösung finden.

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